Hängendes Augenlid (Ptosis)

Hängendes Augenlid (Ptosis): Ursachen, Formen & Therapie

Hängende Oberlider, an einem oder beiden Augen, werden in der medizinischen Fachsprache als Ptosis bezeichnet. Die Ursachen können unterschiedlich sein, etwa bedingt durch eine genetische Disposition oder erworbene Faktoren. Je nach Ausprägung des Elastizitätsverlusts im Bereich der Oberlider ist in extremen Fällen eine Einschränkung des Sichtfelds möglich.

Die Folge einer Ptosis sind eine andere Haltung des Kopfs oder bei Kindern die Ausbildung einer Schwachsichtigkeit.

Hängendes Augenlid: Ursachen

Genetische und erworbene Auslöser können hinter einer Ptosis stecken. So kommen hängende Oberlider in unterschiedlichen Formen vor:

Angeborene Ptosis

Handelt es sich um eine angeborene Ptosis, so liegt in der Regel eine Unterentwicklung im Hirn vor. So wird die Übertragung von Impulsen zwischen Nerven und Muskeln behindert, was zum Hängen des Oberlids führt. In den meisten Fällen tritt eine Ptosis an beiden Augen auf. Ein weiterer, aber sehr seltener Auslöser stellt die Unterentwicklung des Lidmuskels dar. So ist das Heben des Oberlids erheblich eingeschränkt. Die Impulse werden zwar von den Nerven an den Muskel gesendet, werden aber nicht in Bewegung umgesetzt.

Erworbene Ptosis

Die Ptosis kann auch erworben sein und sich erst mit den Jahren entwickeln. Ein möglicher Grund ist eine Nervenlähmung, welcher die Bewegung der Augen auslöst. Dies resultiert beispielsweise aus einer voran gegangenen Meningitis oder einem Schlaganfall. Eine Entzündung im Gehirn kann ebenfalls die Lähmung des Nervs zur Folge haben.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass ein Horner-Syndrom vorliegt. Dabei ist das Nervensystem in der Halsregion geschädigt, was sich unter anderem an verkleinerten Pupillen und tiefliegenden Augäpfeln zeigt.

Auch bestimmte Muskelerkrankungen können hinter hängenden Oberlidern stecken. Dies gilt beispielsweise für Muskelschwund, die sogenannte Dystrophie. In diesem Fall spricht man von einer myogenen Ptosis.

Diagnose

Eine ausführliche Untersuchung ist wichtig im Rahmen der Diagnose, ebenso wie eine umfassende Anamnese. In diesem Zusammenhang wird geschaut, wie ausgeprägt die hängenden Oberlider sind und ob noch andere Erkrankungen an den Augen zu sehen sind. Je nach Befund lassen sich Rückschlüsse auf die Auslöser und die Art der Ptosis ziehen.

Hängt das Oberlid nur auf einer Seite, spricht dies meist für eine Nervenschädigung. Bei einer beidseitigen Ptosis sind muskuläre Ursachen zu vermuten. Kommen verkleinerte Pupillen und tiefliegende Augen hinzu, ist vom Horner-Syndrom auszugehen.

Besteht der Verdacht, dass es sich um eine Muskelschwäche handelt, wird der Simpson-Test durchgeführt. Bei diesem Test ist die Blickrichtung nach oben gewandt und muss für eine Minute dort gehalten werden. Kommt es zum Absinken der Oberlider, spricht dies für eine Muskelschwäche.

Bildgebende Verfahren, wie MRT und CT, werden ebenfalls bei der Diagnose angewendet. Dies gilt besonders dann, wenn der Verdacht auf einen Tumor besteht. Parallel wird ein großes Blutbild gemacht, um etwa Entzündungsparameter zu bestimmen.

Behandlung

Basierend auf der Diagnose und der Befundanalyse wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Die hängenden Oberlider werden operativ entfernt, wobei verschiedene Techniken infrage kommen. Eine erworbene Ptosis bedarf unter Umständen ein spezielles Vorgehen.

Bei Verletzungen oder Lähmungen des Lidmuskels besteht die Möglichkeit, dass sich der Muskel wieder regeneriert. Falls die Regeneration nicht erfolgt, bietet sich eine OP an.

Eine Oberlidkorrektur ist eine der häufigsten OPs, die in der plastischen und ästhetischen Chirurgie durchgeführt werden. Wird der operative Eingriff aus medizinischen Gründen gemacht, so werden die Kosten in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Bei einer Lidstraffung aus ästhetischen Gründen erfolgt die Kostenübernahme nicht.

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